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Einbürgerung im Kanton Bern: vollständiger Leitfaden 2026

Bern ist einer der wenigen offiziell zweisprachigen Kantone der Schweiz. Als Bundesstadt bietet er ein im Vergleich zu anderen Kantonen schnelleres Verfahren und günstigere Gebühren.

Bern, zweisprachiger Kanton: welche Regeln?

Zusätzlich zu den bundesrechtlichen 10 Jahren verlangt Bern mindestens 2 Jahre Aufenthalt im Kanton. Die Verfahrenssprache richtet sich nach Ihrer Wohngemeinde: Deutsch im Mittelland und Oberland, Französisch im Berner Jura. Das geforderte Niveau ist B1 mündlich und A2 schriftlich.

Die Teilnahme am Vereins- und Gemeinschaftsleben wird in Bern besonders geschätzt. Gemeindliche Kommissionen legen grossen Wert auf Aktivitäten in Vereinen, Quartierorganisationen oder ehrenamtliche Tätigkeiten.

Das Berner Einbürgerungsverfahren Schritt für Schritt

Das Gesuch wird bei Ihrer Einwohnergemeinde eingereicht. Sie führen ein persönliches Gespräch mit der Gemeindekommission. Die Gemeinde leitet ihr Gutachten an das kantonale Amt für Migration und Personenstand (AMPA) weiter.

Bern ist für ein schnelleres Verfahren bekannt als viele andere Kantone: Im Durchschnitt 12–24 Monate. Das AMPA prüft die kantonalen Bedingungen und leitet an das SEM weiter für Angehörige aus Nicht-EU/EFTA-Staaten.

Die Kenntnisprüfung in Bern

Der Kanton Bern verlangt eine Kenntnisprüfung. In deutschsprachigen Gemeinden deckt der Test Bundesinstitutionen, Schweizer Geschichte und Berner Besonderheiten ab. Im französischsprachigen Berner Jura wird der Test auf Französisch abgelegt.

Der Test umfasst insbesondere die Rolle Berns als Bundesstadt, die kantonalen politischen Institutionen (Grosser Rat, Regierungsrat), Berner Geschichte und die Geographie des Kantons. Unser Quiz bietet kantonsspezifische Fragen zu Bern.

Kosten und praktische Tipps

Die Berner Gebühren sind schweizweit unter den günstigsten: 300–700 CHF auf Gemeindeebene, rund 300 CHF kantonal und 100 CHF federal. Einige kleine Berner Gemeinden erheben Gebühren unter 200 CHF.

Um Ihr Dossier zu optimieren, sammeln Sie vielfältige Integrationsbelege: Vereinsmitgliedschaften, Sprachkurszertifikate, Unterstützungsschreiben von Nachbarn oder Arbeitgebern.